Rückblick

Die Geschichte des CSDs in Augsburg reicht zurück in das Jahr 1998. Damals fand sich eine Gruppe von Initiativen und Ehrenamtlichen zusammen, um den ersten CSD zu organisieren. In den folgenden Jahren wurde der CSD größer und fand auf dem Rathausplatz statt. 2001 und 2002 lief er unter dem Namen „Schwaben-Allgäu-CSD“. Dabei gab es auch eine Parade zum Standesamt, weil die eingetragene Lebenspartnerschaft zwar eingeführt wurde, aber eine Verpartnerung in Bayern nicht im Standesamt, sondern nur beim Notar möglich war.

Ab 2003 fand der CSD Augsburg mehrere Jahre auf dem Moritzplatz statt, wobei er 2004 fast komplett abgesagt werden musste, weil Sponsoren es ihren Kunden nicht vermitteln konnten, eine schwul-lesbische Großveranstaltung zu unterstützen.

Im Jahr 2006 hatte die römisch-katholische Kirche jegliche Gottesdienste im Zusammenhang mit CSDs verboten, weshalb der CSD-Gottesdienst seither in der evangelischen Kirche gefeiert wurde.

2010, 2011 und 2013 gab es den CSD wieder auf dem Rathausplatz – nicht jedoch 2012, als es kein Straßenfest gab, sondern nur eine Parade. Die vergangenen Jahre wurde der CSD immer vom CSD Augsburg e.V. in Kooperation mit den queeren Initiativen in Augsburg organisiert, bis der Verein seine Aktivitäten einstellte und es gar keinen CSD mehr in Augsburg gab.

2014 haben sich daher wieder einige Leute zusammengefunden, um einen neuen Verein, den Christopher Street Day Augsburg e.V., zu gründen. Wir haben 2015 einen Mini-CSD im Glyzerin (heute Bungalow) und dessen Nebenräumlichkeiten organisiert. 2016 ist der CSD leider mangels Helfern ausgefallen. Nach Neuwahlen auf der Mitgliederversammlung im Oktober 2016 hat das neue Team ein kleines Programm zum CSD 2017 auf die Beine gestellt. Leider noch ohne Straßenfest, doch mittelfristig soll es wieder einen „echten“ CSD auf einem Platz in der Innenstadt geben. Dafür brauchen wir allerdings mehr Leute, also meldet euch und macht mit.